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Die Wassertemperatur im Aquarium

Veröffentlicht von Stefan Langner am 29.01.2018 11:02:39

Clownfisch im AquariumDie Wassertemperatur ist ein Parameter den Aquarianer am häufigsten und regelmäßigsten messen, da er für das Wohlergehen allen Lebens im Aquarium von fundamentaler Bedeutung ist und dass vielerlei Gründen. Das ist unabhängig davon ob Sie ein Riffaquarium, ein Goldfischaquarium oder eines mit tropischen Süßwasserfischen betrieben – überall ist die Temperatur entscheidend.

Warum die Temperatur überwachen?

Die meisten Fische sind poikilotherm (wechselwarm) was bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren, sondern von ihrer Umgebung abhängig sind. Der Stoffwechsel von poikilothermen Lebewesen funktioniert am besten innerhalb einer vorgegebenen Temperaturspanne, die für die Art typisch ist. Das bedeutet, eine Aquarientemperatur außerhalb dieses Bereichs kann Probleme bereiten. Diese können sich zum Beispiel in schlechtem Wachstum, Atem- oder Herzlähmung oder gar Tod äußern.

Die Wassertemperatur im Aquarium konstant zu halten ist dabei genauso wichtig wie im optimalen Bereich zu bleiben. Ein plötzlicher Temperaturabfall kann das Immunsystem der Fische schwächen und sie anfällig für Krankheiten machen. Ein rascher Anstieg in der Temperatur kann Spitzen in der Stoffwechselaktivität verursachen, ein Schock für die Atmung darstellen oder zu einer Korallenbleiche führen.

Bestimmte Parasiten, wie Cryptocaryon irritans oder Ichthyphthirius multifiliis gedeihen am besten in bestimmten Temperaturbereichen. Daher ist es besonders wichtig, die Temperatur im Griff zu haben, wenn Ihre Fische gegen Pathogene kämpfen.

Optimale Temperaturbereiche

Der optimale Bereich für ein Aquarium hängt von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab, darunter die Herkunft der gehaltenen Organismen und wie ihren vorherigen Umgebungsbedingungen waren. Einige Spezies können einen sehr großen Temperaturbereich tolerieren, so z.B. Goldfische, die sich bei Wassertemperaturen zwischen etwa 5 und 27 °C wohlfühlen. Andere Organismen vertragen nur einen relativ engen Bereich, Korallen z.B. benötigen Wassertemperaturen zwischen ca. 25 und 29 °C. Bei tropischen Süßwasseraquarien hängt der Temperaturbereich von der gehaltenen Fischart ab, südamerikanische Diskus benötigen etwa 27 bis 30 °C, während Süßwasser-Schwarmfische wie Tigerbarben 25 bis 27 °C bevorzugen.

Neue Bewohner im heimischen Aquarium akklimatisierenGoldfisch im Beutel

Wenn Sie Ihrem Aquarium neue Bewohner hinzufügen ist die Akklimatisierung ein wichtiger Schritt, den Sie befolgen sollten. Die Akklimatisierung ist der Prozess indem Sie die Neulinge, seien es Fische, Korallen oder wirbellose Tiere, langsam und behutsam an ihre neue Umgebung gewöhnen.

Üblicherweise erhalten Sie Ihre neuen Aquarienbewohner in einer Tüte oder einem Behälter mit Wasser. Für die Akklimatisierung lassen Sie die Tüte im Aquarienwasser treiben, so passt sich die Wassertemperatur langsam an die des Aquariums an. Verwenden Sie ein genaues Digitalthermometer um sowohl die Temperatur im Aquarium als auch die im Beutel bzw. Behälter zu überwachen. Stellen Sie sicher, dass es keine plötzlichen Temperaturspitzen oder Temperaturabfall während des Prozesses gibt.

Hanna-Tipp: Um die neuen Bewohner an andere Änderungen der Wasserchemie anzupassen, können Sie langsam Aquarienwasser in den Beutel mit den neuen Bewohnern zugeben. Dieser Prozess kann, je nach Spezies, zwischen 15 und 60 Minuten dauern. Bei besonders empfindlichen Organismen und Riffaquarienbewohnern wird häufig die Tropfmethode verwendet.

Einfluss der Aquarienausstattung auf die Wassertemperatur

Es gibt eine ganze Reihe von Einrichtungsgegenständen und Geräten, die einen Einfluss auf die Temperatur im Aquarium haben können. Neben häufig vorhandenen Heiz- oder Kühlgeräten sind dies leistungsstarke Beleuchtungen, Pumpen und Filter. Letztere können alle Wärme erzeugen, die ggf. durch einen Kühler kompensiert werden muss.

Bei so vielen Geräten die absichtlich oder unwillentlich die Temperatur des Aquarienwassers beeinflussen ist es wichtig die Temperatur zu überwachen. Sich alleine auf die korrekte Funktion von Gerätethermostaten zu verlassen wäre fahrlässig.

Check Temp Dip ThermometerDie Wassertemperatur zuverlässig messen

Hanna hat für diesen Zweck die Digitalthermometerserie Checktemp im Programm, die in der Genauigkeit und Haltbarkeit jedes Glasthermometer oder preiswerte Digitalthermometer übertreffen. Mit unterschiedlichen Kabellängen und Sondenarten findet sich hier ein passendes Thermometer für jedes Hobby- oder professionelle Aquarium.

Besonders zu empfehlen sind die Modelle HI98539 Checktemp Dip und HI147-00 Checkfridge™. Beide Geräte verfügen über Hannas Kalibrierungsüberwachungsfunktion CAL Check, die sicherstellt, dass die Geräte jederzeit zuverlässige Messwerte liefern, ohne dass zur Überprüfung aufwendig ein Eisbad hergestellt werden müsste. Beide Geräte verfügen über wasserdichte Edelstahlsonden an einem langen Kabel, so dass die Checkfridge ThermometerTemperatur an allen zugänglichen Stellen im Aquarium gemessen werden kann.

Hanna-Tipp: Die Temperatursonden der Hanna-Geräte bestehen aus Edelstahl und sind daher gut korrosionsbeständig. Dennoch empfiehlt es sich sie nicht kontinuierlich über lange Zeiträume in Salzwasser zu lassen, da dieses Stahl gegenüber sehr aggressiv ist. Wir empfehlen die Sonden nach Gebrauch in Salzwasser mit Leitungswasser zu reinigen.

Die Wassertemperatur ist nur einer von vielen wichtigen Parametern die man in der Aquaristik unter Kontrolle haben sollte.

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Themen: Temperatur, Aquaristik, Meerwasser, Süßwasser

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