Messparameter

Inhaltsstoffe in Trinkwasser – Kalzium- und Magnesiumkarbonat

Veröffentlicht von Bettina Feiler am 11.04.2019 12:00:00

TrinkwasserDie Gesamthärte des Wassers setzt sich aus der permanenten und der temporären Härte zusammen. Diese wird auch als Summe aller Erdalkaliionen, der alle Elemente der zweiten Hauptgruppe des Periodensystems wie Kalzium und Magnesium angehören, bezeichnet. Die temporäre Härte wird auch Hydrogenkarbonat-Härte genannt und gibt den Gehalt an Magnesium- und Kalziumhydrogenkarbonat im Wasser an. Je nachdem in welcher chemischen Verbindung Kalzium und Magnesium vorliegen, hat ein Erwärmen des Wassers unterschiedliche Auswirkungen. Hydrogenkarbonate fallen bei einer Wassertemperatur ab +60 °C zu unlöslichen Verbindungen, den Karbonaten, aus. Der unlösliche Kalk oder Kesselstein stellt für viele technische Geräte ein Problem dar. Andere Verbindungen von Kalzium und Magnesium mit Sulfaten und Nitraten bleiben beim Erwärmen des Wassers gelöst, jedoch bilden auch diese nach dem Verdunsten des Wassers Kalkflecken, beispielsweise auf den Badezimmerfliesen. Die löslichen Kalzium- und Magnesiumnitrate und –sulfate werden als permanente Härte bezeichnet. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Übersichtsbeitrag zur Messung von Gesamthärte.

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
Gemessen und bezeichnet wird die Wasserhärte in Deutschland mit der Skalierung in Grad Deutscher Härte (°dH). Dabei werden die Werte in 3 Gruppen unterteilt: Bis 8,4 °dH gilt das Wasser als weich, zwischen 8,4 und 14 °dH wird es als mittelweich bezeichnet, darüber spricht man von hartem Wasser. Besonders weiches Trinkwasser weist oft einen faden Geschmack auf, außerdem kann es bei gleichzeitig erhöhtem Gehalt an Nitrat, Chlorid oder Eisen zu Korrosionen in den Wasserleitungen führen. Meistens leiden wir jedoch unter den Folgen von zu hartem Wasser: Verkalkte Wasserkocher und Kaffeemaschinen müssen oft entkalkt werden, Wasserenthärter sind heutzutage fast jedem Waschmittel beigefügt und der Geschirrspüler benötigt Regeneriersalz um das Geschirr auch noch nach einigen Jahren ordentlich spülen zu können. Auch steigt der Waschmittel- und Seifenverbrauch bei hartem Wasser an.

Jedoch muss hier erwähnt werden, dass nicht alle Ablagerungen in unseren Leitungen von Kalzium- und Magnesiumverbindungen verursacht werden, sondern auch durch Korrosionsvorgänge entstehen können. Wasser soll sogar eine gewisse Härte aufweisen, um überschüssige Korrosionen zu vermeiden.

HI97735_angle_jpgTrinkwasser darf aus technischen und geschmacklichen Gründen und nach dem § 76 des LMSVG (Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz) nicht mehr als 150 mg/L Magnesium und nicht mehr als 400 mg/L Kalzium enthalten. Gesundheitliche Schäden sind bei höheren Werten nicht zu erwarten, da Magnesium erst ab 400 mg/L abführend wirkt und zuvor schon durch den unangenehm bitteren Geschmack von Magnesiumsulfat bemerkt wird.

Überprüfen Sie selbst regelmäßig mit dem tragbaren Photometer HI97735 die Wasserhärte Ihres Trink- und Brauchwassers. Indem Sie selbst darüber Bescheid wissen, wie hart Ihr Wasser ist, können Sie technischen Schäden an ihren Geräten vorbeugen und Geld sparen, beispielsweise in Bezug auf den Waschmittelverbrauch.

 

Nachfragen bzw. selbst Nachprüfen
Der Härtegrad des Leitungswassers kann bei öffentlichen Stellen in Deutschland erfragt werden, wenn man an das öffentliche Wassernetz angeschlossen ist. Wird das Wasser aus einem Trinkwasserbrunnen bezogen muss dieser vorschriftsgemäß überprüft werden.

Wer die Überprüfung regelmäßig selbst vornehmen möchte, kann dies mit dem praktischen tragbaren Photometer HI97735 von Hanna Instruments tun. Das wasserdichte Messgerät ist bestens für den mobilen Einsatz geeignet. Auf dem großen Display können die Messergebnisse gut abgelesen werden. Die photometrische Bestimmung der Wasserhärte zeichnet sich durch hohe Genauigkeit und gute Reproduzierbarkeit aus.

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Weitere Messmöglichkeiten für Ihre Trinkwasserproben finden Sie auch in unserem Beitrag „Professionelle Messtechnik in den Einsatzfeldern Trinkwasser, Hydrogeologie und Limnologie

Themen: Photometer, Härte, Kaufberatung

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