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Tipps & Tricks

Praktische Redoxpotentialmessung - Teil 2, Umgang mit der Elektrode

Veröffentlicht von Stefan Langner am 22.11.2017 08:06:00

Wenn Sie unsere weiteren Blogbeiträge rund um die Redoxpotentialmessung gelesen haben, werden Sie festgestellt haben, dass dieser Parameter relativ komplex ist. Abgesehenen von einer guten Vorbereitung und dem Wissen darüber, was man nun eigentlich misst, ist auch Sorgfalt im Umgang mit den Elektroden und Messproben nötig. In diesem Beitrag haben wir einige weitere, unserer Erfahrung nach, bedeutsame Hinweise rund um diese Themen zusammengefasst.

Die Elektrode richtig aufbewahren

Redoxelektrode HI3131B mit Kappe

 

Im Prinzip gilt für die klassische Redox-Kombinationselektrode oder Halbzelle mit Metallstift (genauere Informationen zu verfügbaren Elektroden finden Sie in unserem Hauptartikel zur Redoxpotentialmessung) das Gleiche wie für eine pH-Elektrode: (Sensorelement inkl. Diaphragma) niemals trocken aufbewahren! Ebenfalls genau wie eine pH-Elektrode sollte eine Redox-Elektrode in Aufbewahrungslösung gelagert werden. Diese ist von Hanna Instruments in unterschiedlichen Flaschengrößen erhältlich (HI70300- Serie). Auch Redox-Elektroden werden von Hanna Instruments werden mit einer praktischen abgedichteten Schraubkappe geliefert, die mit dieser Lösung gefüllt werden kann. Bei der Füllung der Kappe bedenken Sie, dass die Elektrodenspitze einige Flüssigkeit verdrängt und füllen Sie sie daher nur maximal bis zur Hälfte.

Auf diese Weise aufbewahrt, hält eine Elektrode lange, misst zuverlässig und muss weniger häufig vorbehandelt werden. Obwohl die integrierte Ringdichtung durch die Schraubkappe angepresst wird, prüfen Sie bei längerer Nichtbenutzung der Elektrode den Flüssigkeitsstand in der Kappe und gleichen Sie eventuelle Verdunstungsverluste aus.

Elektrolyt nachfüllen nicht vergessen!

Bei nachfüllbaren Redoxelektroden gilt auch das Gleiche wie für pH-Elektroden, bei einem Elektrolytstand von mehr als 1 cm unterhalb der Nachfüllöffnung der äußeren Referenzzelle ist mit einem geeigneten Elektrolyten nachzufüllen. Bei Elektroden mit einfacher Referenz bietet Hanna hierfür den silberhaltigen Elektrolyten HI7071, für Elektroden mit doppelter Referenz HI7082 (silberfrei). Und für die Messung lösen des Deckels nicht vergessen, damit der Elektrolyt gut durch das Diaphragma fließen kann.

Schnelle Messung und sauberes Arbeiten sind wichtig

Bereits Redox-Testlösung weisen Alterungseffekte auf, insbesondere wenn sie angebrochen sind. Aus diesem Grunde ist es wichtig Gläser mit Testlösung zeitnah nach dem Abfüllen zu verwenden. Des Weiteren sollten Sie Kontamination vermeiden, d.h. verwenden Sie ein zweites Glas mit Standard (dieser kann auch schon gebraucht sein), um die Elektrode vorzuspülen, ehe Sie sie in der frischen Testlösung überprüfen. Gebrauchte Lösungen gehören entsorgt. Keinesfalls dürfen sie zurück in die Flasche mit der Testlösung geschüttet werden.

Was für den Standard gilt, gilt für die Probe in noch stärkerem Maße. Sie müssen davon ausgehen, dass Proben für die Redox-Messung nicht sonderlich stabil sind und sich das Redoxpotential daher im Laufe der Zeit ändert. Das kann z.B. daran liegen, dass Reaktionen mit Gasen aus der Umgebungsluft stattfinden, wie mit Sauerstoff oder Kohlendioxid, oder dass Probenbestandteile miteinander reagieren. Beispiel hierfür ist die Chlorzehrung in einer Probe.

Ersten Teil des Beitrags noch nicht gelesen? Hier geht's lang:

Teil 1 der Tipps & Tricks zur Redoxpotentialmessung lesen

Themen: Redoxpotential

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