Tipps & Tricks

Tipps & Tricks zu photometrischen Messungen

Veröffentlicht von Bettina Feiler am 27.09.2018 10:17:43

Photometrische Tests wirken auf den ersten Blick sehr einfach. Allerdings ist es hier wie bei vielen anderen Dingen auch, dass der Teufel im Detail steckt. Aus diesem Grund fassen wir noch mal die wichtigsten Punkte zusammen, die Sie bei der Durchführung dieser Tests beachten sollten.

Schritt 1:Schritt1

 

Bei Volumenangaben sollten Sie immer die beigefügten Spritzen verwenden.

Schritt 2:Schritt2

 

Sollten Proben bis zu einem bestimmten Volumen aufgefüllt werden müssen, wird ihre Messung vergleichbarer, wenn Sie das noch fehlende Volumen über einen Meßzylinder, eine Spritze oder eine Meßpipette zufügen. In diesem Fall verhindern Sie, dass Sie mit unterschiedlichen Konzentrationen arbeiten.

Schritt 3:

Schritt3

Achten Sie auf die korrekten Füllmengen bei Küvetten, Meßzylindern und Spritzen. Der Meniskus von wässrigen Lösungen ist zum Rand hin nach oben geneigt (Kapillareffekt). Diese Erscheinung ist bei kleineren Durchmessern stärker ausgeprägt.

Die Küvette wird solange befüllt, bis der untere Rand des Spiegels die Markierung erreicht.

Die Spritze wird solange aufgezogen, bis der Kolbenrand die Graduierung erreicht.

Schritt 4:

 

Um Kontaminationen der Reagenzien und der Lösung zu vermeiden, benutzen Sie pro Probe/Reagenz eine eigene Spritze / Pipette / Meßzylinder.

Schritt 5:

Schritt5

 

Spülen Sie die Küvetten nicht mit Leitungswasser aus bzw. bereiten Sie die Küvetten vor. Das Ausspülen Ihrer Küvetten mit Leitungswasser birgt die Gefahr, dass es zu einer Anreicherung von Störionen oder ihres zu messendes Ion in der Küvette kommen kann. Aus diesem Grund empfehlen wir die Küvette am besten mit deionisierten/demineralisierten Wasser zu spülen, da dieses keine Ionen enthalten sollte. Alternativ kann auch ein Ausspülen der Küvetten mit ihrer Probe erfolgen, da Sie auch hiermit keine Verfälschung ihres Ergebnisses erhalten.

Schritt 6:

Schritt6

 

Sollten Sie feststellen, dass sich Verunreinigungen nicht mit dem einfachen Spülen durch demineralisertes/ deionisiertes Wasser entfernen lassen. Reinigen Sie Ihre Küvette mit dafür vorgesehenen Reinigungslösungen. Benutzen Sie keine klassischen Haushaltsreiniger, diese können insbesondere bei der Messung von Phosphaten Störrungen verursachen.

Schritt 7:

Schritt7

 

Putzen Sie die Küvetten vor jeder Messung mit dem beigefügten fusselfreien Tuch, um mögliche Fingerabdrücke oder Lösungsrückstände zu entfernen. Sollte auf dem Glas eine Verschmutzung zurückbleiben, führt diese unwillkürlich zu falschen Messergebnissen.

Schritt 8:

 

Proben müssen bei der Messung partikelfrei sein. Sollten Sie mit dem bloßen Auge Schwebteilchen in ihrer Probe sehen, so sollten Sie diese vor der Messung filtrieren. Aber auch bei schwankenden Werten oder bei Proben aus Aquarien empfiehlt es sich die Probe vor dem ersten Messen zu filtrieren. Bei größeren Probenvolumen empfiehlt sich die Verwendung von Filterpapier, während bei kleinen Probenvolumen ein Spritzenvorsatzfilter das Mittel der Wahl ist.

Schritt 9:

Schritt9

 

Nur klare Proben ohne Eigenfärbung können einwandfrei gemessen werden. Bei gefärbten Proben kann es zu einer Überlagerung der Farbbildung des Reagenzes kommen, was zu einem falschen Ergebnis führt.

Schritt 10:

Schritt10

 

Achten Sie auf die genaue Einhaltung der in den Methoden angegebenen Zeiten. Bei einigen Methoden kann eine längere Wartezeit zu falschen Ergebnissen führen, da dann ungewollte Nebenreaktionen einsetzen.


Wenn Sie alle diese Tipps beachten, dürfte bei Ihren Messungen eigentlich nichts schief gehen. Sollten trotzdem Probleme auftreten, steht Ihnen unser Support jederzeit gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach: 
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Themen: Photometer

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