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Warum kann es sinnvoll sein eine Wasserprobe in der Photometrie vor der Messung zu filtrieren?

Veröffentlicht von Bettina Feiler am 20.02.2019 10:30:00

Die Photometrie ist ein optisches Messverfahren zur quantitativen Bestimmung eines Wasserinhaltsstoffes (Analyten). Das genaue Messprinzip der Photometrie ist in der Literatur vielfach sehr gut beschrieben, sodass wir hier die Messung nur kurz skizzieren wollen.

Man nimmt eine Probe mit definiertem Volumen (z.B. 10 ml), setzt dieser Probe ein chemisches Reagenz zu, welches in einem festen Verhältnis mit dem Analyten zu einem Farbkomplex chemisch reagiert. Die Intensität der Färbung ist ein Maß für die Konzentration des Analyten in der Probe, und es gilt: je gefärbter meine Probe, umso höher ist die Konzentration meines Analyten. Das Photometer durchleuchtet mit einem definierten Lichtstrahl die Probe, und dabei nimmt die Intensität des Lichtes entsprechend der Konzentration des Farbkomplexes und somit auch entsprechend der Konzentration des Analyten ab. Aus der Abnahme der Lichtintensität berechnet das Gerät so die Konzentration des Analyten.

Wasserproben können  durch Schwebstoffe, Luft- und Gasblasen oder durch Sedimente verunreinigt und optisch inhomogen sein. Diese Teilchen streuen einen Lichtstrahl und führen so zu einer zusätzlichen Verringerung der Intensität des durchtretenden Lichts. Messungen solcher Proben führen daher zu falschen Messergebnissen.

Trübungen müssen nicht unbedingt für jeden mit dem Auge erkennbar sein um zu stören. Trotzdem verursachen sie insbesondere bei niedrigen Konzentrationen des Analyten Messfehler. Hohe Analyt-Konzentrationen und damit verbundene starke Farbkomplexe, überdecken oftmals sehr geringe Trübungen, sodass auch diese auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.

Spritze mit Spritzenvorsatzfilter_jpg

 

Für den Fall, dass mit einer Trübung der Messprobe gerechnet werden muss, ist eine Filtration der Probe vor der eigentlichen Messung, als sogenannte Probenvorbereitung angeraten. Hanna Instruments bietet Ihnen hierzu ein Filtrations-Set (HID111) an, welches aus einer Spritze (10 ml) mit einem Spritzen-Vorsatzfilter (Ø25 mm, 45 µm Porengröße) besteht.

Die Spritzenvorsatzfilter sind gebrauchsfertig und bestehen aus einem Filtergehäuse aus PP Kunststoff, in dem eine spezielle Feinfiltermembran aus regenerierter Cellulose zur Ultra-Reinigung steckt. Diese Filtermembran ermöglicht eine schnelle Partikelfilterung bei kleinem Probenvolumen mit maximaler Anwenderfreundlichkeit. Der Spritzenvorsatzfilter kann auch auf Standardspritzen aufgesetzt werden, die beispielweise in Apotheken erhältlich sind.

 

Diese Kurzanleitung verdeutlicht die sehr einfache Vorgehensweise der Filtration.

  1. Spritze mit 10 ml zu filtrierender Probe aufziehen.
  2. anhaftende Flüssigkeitsreste an der Spritzenspitze mit einem sauberen, trockenen Papiertuch abtupfen.
  3. Spritzenvorsatzfilter auf die gefüllte Spritze aufsetzen.
  4. Durch vorsichtiges Drücken des Spritzenkolbens die Probe in die Probenküvette filtrieren.
  5. Analyse der Probe; Fertig!

Ein geringer Aufwand in der Probenvorbereitung mit großem Effekt.

Themen: Photometer, aquaristik, Checker

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